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Gesellschaftsrecht


Unter dem Begriff des Gesellschaftsrechts werden alle Rechtsnormen aus sämtlichen Rechtsquellen zusammengefasst, die die Beziehungen durch Rechtsgeschäft gegründeter privater Gesellschaften mit sich selbst und anderen Marktteilnehmern sowie staatlichen Institutionen regeln. Zu den wichtigsten Rechtsquellen gehören das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das Handelsgesetzbuch (HGB), das GmbH-Gesetz (GmbHG) und das Aktiengesetz (AktG) sowie die Gesetze über die Besteuerung von Gesellschaften wie dem Einkommenssteuergesetz (EStG), dem Körperschaftssteuergesetz (KStG), dem Gewerbesteuergesetz (GewStG) und dem Umsatzsteuergesetz (UStG).


Gesellschaftsformen


Der Zusammenschluss mehrerer Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks in Form einer Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem festen Bestandteil des Rechtsverkehrs entwickelt.

Die heute bestehenden Gesellschaftsformen lassen sich grob in zwei Formen unterteilen. In die Personen- und die Kapitalgesellschaften, die auch als juristische Personen im engeren Sinne bezeichnet werden. Während erstere stets aus mindestens zwei natürlichen oder juristischen Personen besteht, die mit ihrem gesamten Vermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften, können Kapitalgesellschaften in der Regel auch nur einen Gesellschafter aufweisen, der grundsätzlich nicht für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften muss.


Unter Personengesellschaften werden verstanden: die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-Gesellschaft), die stille Gesellschaft, die Partnerschaftsgesellschaft (PartG), die offene Handelsgesellschaft (oHG) und die Kommanditgesellschaft (KG).

Zu den Kapitalgesellschaften zählen: der Verein, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Unternehmergesellschaft (UG) als Sonderform der GmbH, die Aktiengesellschaft (AktG), die europäische Gesellschaft (SE) und die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA).


Hier erfahren Sie  mehr über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Gesellschaftsformen.



Registerportal


Fällt eine Gesellschaft unter den Begriff des sog. Kann-Kaufmanns im Sinne des § 6 HGB trifft sie eine Pflicht zur Eintragung im Handelsregister (HR). Partnerschaftsgesellschaften sind in das Partnerschaftsregister (PR), Genossenschaften in das Genossenschaftsregister (GR) einzutragen, die jeweils ebenfalls über das gemeinsame Registerportal der Länder geführt werden. Stiftungen sind in den verschiedenen Bundesländern uneinheitlich in online einsehbaren Stiftungsverzeichnissen abrufbar. Eine Zusammenfassung über die meisten Gesellschaftsformen bietet das Unternehmensregister. Weitere Informationen über die wirtschaftlich Berechtigten an Unternehmen, die sich nicht in den anderen Registern finden, enthält das Transparenzregister. Für die GbR besteht aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte keine Registerpflicht, woraus Vor- und Nachteile entstehen.


Gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten unterliegen der ordentlichen Gerichtsbarkeit, die durch die Amts- und Landgerichte ausgeübt wird. Da Kapitalgesellschaften qua Gesetzes gem. § 6 HGB als Form-Kaufleute eingeordnet werden, gelten für sie die Regelungen der §§ 1 ff. HGB. Ansprüche gegen einen Kaufmann können gem. §§ 95 Abs. 1, 96 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) vor der Kammer für Handelssachen verhandelt werden.


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